b_warentest

Ausflug in die Geschichte der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde

b_ab20 

 

 

Gemeinsamkeit macht stark.

 

Schon sehr frühzeitig hat der Mensch die Erfahrung gemacht, dass er in der Gemeinschaft stärker ist. Ob beim Jagen durch genau abgestimmte Zusammenarbeit oder in den Dorfgemeinschaften, z.B. durch das gemeinschaftliche Einbringen der Ernte. Man ergänzte sich in seinen Fähigkeiten und unterstützte sich gegenseitig. Mit wachsendem Erfolg. Aus diesem Gedanken, gemeinschaftlich zu handeln, wuchs auch die Idee, sich gegenseitig zu schützen.

 

 

 

Das Prinzip der Gilden: Einer für alle. Alle für einen.

 

Als die Gilden im Frühen Mittelalter gegründet wurden, gab es keinen Sozialstaat, keine gesetzlichen Absicherungen in Notfällen, keine Paragraphen, die im Berufs- und Wirtschaftsleben die Interessen des Einzelnen schützten. Selbsthilfe war die beste Hilfe. Die Gilden entstanden zunächst als standesorientierte Schutzgilden, dann auch als berufsständisch ausgerichtete Zunftgilden. Später spielten in vielen Dorfgemeinschaften die Brandgilden eine große Rolle. Denn die Vernichtung der Hofgebäude oder der gesamten Ernte durch einen Brand war ein Verlust, den der Einzelne nicht aus eigener Kraft überwinden konnte.

 

Als ein Zusammenschluss gleichberechtigter Mitglieder gewährte die Gilde Schutz und leistete in Notfällen materielle Hilfe. Dieses Gefühl der engen Verbundenheit fand in den Gilden außerdem Ausdruck in geselligen Kontakten und festlichen Aktivitäten.

 

 

 

Unser Ursprung: Die Brandgilden.

 

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden in den Landschaften an der Elbe und Nordsee zahlreiche bäuerliche und städtische Brandgilden, die de Gedanken der Brandversicherung schnell über weite Teile Schleswig-Holsteins verbreiteten. Zu den ältesten dieser Gilden zählen:
1537 die Süderauer Dorfgilde
1572 die Seestermüher Brandgilde
1604 die Neuendorfer Gilde
Versichert wurden zunächst nur Gebäude. Später kam auch das Mobiliar hinzu. Damit sind die Brandgilden Pioniere im Bereich der Versicherungen.
Einige Gilden versicherten auch den Diebstahl von Pferden und Vieh von der Weide, Windbruch und die Begleichung der Begräbniskosten. Auch die Leistungen, die im Notfall erbracht wurden, veränderten sich im Laufe der Zeit. Ursprünglich wurde mit Naturalien Hilfe geleistet, z.B. mit Holz und Stroh für den Wiederaufbau des Hauses oder mit Roggen als Ersatz für die vernichtete Ernte. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden Geldleistungen eingeführt, zunächst nur als einmalige Umlagen im Schadensfall, später auch als Vorprämien. Damit haben die Gilden den Grundstein zu modernen Prämiensystemen gelegt.

 

 

 

Seit 1813: Die Neuendorfer Brand-Bau-Gilde.

 

Schnellere und wirksamere Hilfe sowie eine genauere Kontrolle in allen Brandangelegenheiten standen im Vordergrund bei der Wiedergründung der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde im Jahr 1813. Rechte und Pflichten der Gildemitglieder wurden in genau ausgearbeiteten Satzungen in einer Gilderolle festgelegt, mit deren Herstellung der Deichgraf und Hofbesitzer Klaus Kahlke beauftragt war. Weil sich damals die Gemeinden Neuendorf und Kollmar in adligem Besitz befanden, wurde die Gilderolle dem Gutherren von Neuendorf, dem Grafen Christian zu Stolberg, zur Genehmigung vorgelegt. Nachdem der Adelsherr seine Zustimmung gegeben hatte, wurde die Vereinigung unter dem Namen "Große Neuendorfer Brand-Bau-Gilde" gegründet, mit folgenden Männern in der Geschäftsleitung: als Ältermann Klaus Kahlke, als Gildeschreiber Ernst Suhl, sowie mehrere Geschworene.
Wir nennen diese Personen namentlich, weil hinter diesen Namen große Verdienste für den erfolgreichen Aufbau unserer Vereinigung stehen. Denn es gehört zur Tradition der Gilde, dass solche Namen niemals vergessen werden. Das betrifft ebenfalls die Männer, die in fortlaufender Amtsfolge bis heute am Wachstum und Erstarken unserer Gilde maßgeblichen Anteil hatten und haben. Deshalb möchten wir auch diese Namen nicht verschweigen.

 

Vorsitzende
Geschäftsführer
1813 - 1825 Klaus Kahlke
1825 - 1851 Hermann Magens
1851 - 1878 Claus Magens
1878 - 1891 Hermann Magens
1891 - 1924 Viktor Magens
1924 - 1939 Jakob Magens
1939 - 1945 Eduard Magens
1945 - 1988 Jakob Magens
1988 - 1993 Hermann Röpke
1993 - heute Peter Brandt
 
1813 - 1818 Ernst Suhl
1818 - 1835 Peter Evert
1835 - 1860 J. Thormählen
1860 - 1882 Thies Gerdt
1882 - 1913 Claus Meyn
1913 - 1919 Carl Meyn
1919 - 1925 Viktor Dölling
1925 - 1953 Karl Meyn
1953 - 1967 Thies Lohmann
1967 - 2010 Helmut Drews
2010 - heute Dipl. Kff. Claudia Drews

 

Bis ins Jahr 1967 erfolgte die Geschäftsleitung weitgehend ehrenamtlich. Umso höher ist das Wirken derjenigen einzuschätzen, die durch persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass wir heute als eine der größten Gilden des Landes Schleswig-Holstein besonders leistungsfähig sind. Diese erfolgreiche Entwicklung zeigt sich auch im Anstieg der Mitgliederzahlen bis heute. Im Gründungsjahr 1813 zählten wir 300 Mitglieder. Als 1926 erstmals Mitgliederverzeichnisse geführt wurden, waren es schon 4647, und gegenwärtig betreuen wir über 25000 Versicherte bei weit über 55000 Versicherungsverträgen. Ausgehend von der Versicherung landwirtschaftlicher Gebäude gegen Brand- und Sturmschäden konnten wir im Laufe unseres Bestehens zahlreiche, richtungweisende Neuerungen einführen, die zum Teil bis heute Gültigkeit haben.

 

 

 

Entwicklung und Wachstum für heute und morgen.

 

Sinn für die Anforderungen der Zeit und aufgeschlossene Orientierung nach vorn haben bei der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde Tradition. Eine richtungweisende Schöpfung waren die Gefahrenklassen, die wir bereits 1858 einführten. Damit mussten zum ersten Mal nach einem System gestaffelter Tarife für Gebäude mit höheren Brandrisiken, wie z.B. Ziegeleien, Brennereien, Fabriken und Strohdachhäuser auch höhere Versicherungsbeiträge gezahlt werden. Ein Stück neuer Gerechtigkeit gegenüber den Mitgliedern, die weniger risikoreiche Güter versichern. Dieses System differenzierter Gefahrenklassen wurde 1876 vervollkommnet. Verschiedene Risiken - verschiedene Beiträge. Ein heute längst übliches Prinzip ist bei der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde schon über 100 Jahre alt.

 

Weitblick und Dynamik führten ebenfalls dazu, dass wir im Schleswig-Holsteiner Niederelberaum über unser angestammtes Gebiet hinaus unseren Einzugsbereich konstant ausweiten konnten. Dies wurde unserer Tradition und Volksnähe entsprechend auch durch die Kooperation mit kleineren Gilden erreicht.

 

Konsequente Vergrößerung des Geschäftsbereiches

 

1813 Neuendorf, Klein- und Groß Kollmar, Seestermühe, Engelbrechtsche Wildnis
1815 Horst, Heiligenhafen
1818 Wrist
1839 Alveslohe
1879 Edendorf
1891 Aspern
1896 Schönbek, Elmshorn
1898 St. Margarethen
1901 Appen
1925 Heinkenborstel
1935 Süderdithmarschen
1970 Schleswig-Holstein gesamt
1994 Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern
1996 Berlin, Brandenburg

 

 

 

Wir nehmen neue Herausforderungen an.

 

Nach einer gründlichen Reform der bis zum Jahr 1967 noch traditionell ausgerichteten Geschäftspolitik haben wir unsere Arbeit auf eine neue Basis gestellt. Dazu gehört die konsequente Ausweitung unseres Geschäftsgebietes. Die Neuendorfer Brand-Bau-Gilde kann heute praktisch jeden Kunden in sämtlichen Sparten "rundum" versichern. Heute ist die Neuendorfer Brand-Bau-Gilde in einem Markt, der durch EU-Richtlinien einerseits und die Konkurrenz zu den großen Versicherungsgesellschaften andererseits bestimmt wird, in jeder Hinsicht wettbewerbsfähig. Dabei ist es selbstverständlich, dass wir im Interesse der Mitglieder auch alle Möglichkeiten der modernen Datenverarbeitung und Kommunikationstechnik nutzen, um noch kostengünstiger und effizienter arbeiten zu können.
 
 
 
Wachstum heißt wachsende Verantwortung.
 
Für die Neuendorfer Brand-Bau-Gilde sind die Versicherungsbeiträge der Mitglieder mehr als nur anonyme Geldbeträge. Unserer Tradition gemäß betrachten wir Zahlungen als ein Stück persönlichen Vertrauens jedes Einzelnen. Deshalb ist gerade bei einer wachsenden Mitgliederzahl der sorgsamste Umgang mit den Geldern der Versicherten bei der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde oberstes Gebot.
 
 
 
Nähe zum Kunden. Arbeitsstil und Erfolgskonzept.
 
Kundennähe ist heute fast schon ein überstrapaziertes Schlagwort. Bei der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde ist die persönlich geprägte Beziehung zum Versicherten nicht das Ergebnis einer "stromlinienförmigen" Verkaufsstrategie, sondern ist in der Geschichte des Unternehmens tief verwurzelt.
Die Bezeichnung "Gilde" im Firmennamen hat auch heute noch ihre lebendige Berechtigung und ist für jeden einzelnen unserer Mitarbeiter eine besondere Herausforderung. Zeit, Engagement und Einfühlungsvermögen in die ganz persönlichen Belange des Versicherten besitzen für alle Mitarbeiter höchsten Stellenwert. Das gilt sowohl für den jederzeit persönlich ansprechbaren Vertrauensmann vor Ort, als auch für alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Dieser Anspruch erstreck sich auf das vertrauensvolle und versierte Beratungsgespräch ebenso wie auf die unbürokratische Regelung im Schadensfall. Man kennt sich, redet auch mal ein persönliches Wort und steht, wenn es darauf ankommt, füreinander ein. dass dieser Arbeitsstil von Mensch zu Mensch der richtige Weg ist, bestätigt die rapide Aufwärtsentwicklung der Mitgliederzahlen. Natürlich genügt es heute nicht mehr, dieses Kapital inaktiv in irgendwelchen "Sparstrümpfen" abzulegen. Wie erfolgreich eine Versicherung das ihr anvertraute Kapital arbeiten lässt, ist ein wichtiges Merkmal unternehmerischer Leistungsfähigkeit.
Bei der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde stehen Kapitalverwaltung und -anlage auf soliden Füßen. Versierte Anlageexperten disponieren verantwortungsbewusst und zugleich gewinnbringend. Sie treffen ihre Entscheidungen mit professionellem Einblick in die Finanzmärkte. Das Kapital unserer Versicherten ist gut angelegt und arbeitet zum Vorteil aller. Denn Gewinne kommen gemäß unserer Satzung allen Versicherten wieder zugute.
 
 
 
Unser Angebot passt in die Landschaft.
 
Unser erheblich erweitertes Versicherungsangebot spricht alle Kreise der Bevölkerung an. Auch Inventar-, Glas-, Leitungswasser-, Hausrat-, Einbruchdiebstahl- und Tierversicherungen können die Mitglieder der Neuendorfer Brand-Bau-Gilde abschließen. Weitere Versicherungsmöglichkeiten, wie im Bereich Haftpflicht oder rund um das Fahrzeug werden über befreundete Gesellschaften angeboten. In allen Versicherungssparten bieten wir einen umfassenden Service.
Weil wir mit den Versicherten reden, wissen wir, wo ihnen der Schuh drückt und können ihnen maßgeschneiderte Tarifsysteme anbieten. Es ist z.B. etwas anderes ob ein Landwirt Haus, Hof, Scheune und Stallgebäude versichern möchte, oder ein Einfamilienhausbesitzer seinen Bungalow. Mit unseren Vertrauensmännern haben Sie auch überall den persönlichen Ansprechpartner für Ihre Sicherheit.